Bremen/Brinkum

Haus in Weyhe Schaukel Kräuterschnecke Sitz im Grünen oder auch Bushaltestelle Oldtimer: Opel Rekord P1
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Treffen auf dem Schützenplatz in Brinkum am 20. Mai 2007

Verkehrssicherheitstag läutete die 18. Oldtimershow ein
Brinkumer Vereine und die Polizei informierten und präsentierten sich

Regiaonel Rundschau Stuhr vom 21. Mai 2007
Von Femke Schierenbeck

STUHR-BRINKUM. Nach 18 Jahren ist es Zeit für etwas Neues! Dies fand auch Albert Ernst und ließ sich für die diesjährige Oldtimershow in Brinkum etwas ganz Besonderes einfallen. Erstmals wurde das gesamte Spektakel, welches von der Brinkumer Interessengemeinschaft (BIG) und der "Oldtimer Car Event GbR" aufgezogen wird, auf zwei Tage gelegt. Der Sonnabend stand unter dem Motto "Verkehrssicherheitstag". "Gerade den Ausstellern kommt es entgegen, wenn wir die Show auf zwei Tage legen", erklärte der selbsternannte "Schöpfer der Oldtimershow" den Beschluss, der auch mit Umzug der Veranstaltung aus dem Ortskern auf den Schützenplatz zusammenhängt. Es sei auch nicht schwierig gewesen, die umliegenden Vereine und die Polizei für diesen Informationstag zu gewinnen, berichtete er weiter. "Jeder der sich bei diesem Thema angesprochen fühlt, kann dabei sein", so Albert Ernst.So leisteten am Sonnabend neben den Leester Schäferhundfreunden ("Der Hund als Schutzhund und Verkehrsbegleitung") und dem Deutschen Roten Kreuz (zum Thema Erste Hilfe und dem Umgang mit Defibrilatoren) auch die Karate- und Kickboxsparte (Selbstverteidigung) vom FTSV "Jahn" Brinkum ihren Beitrag.Anziehungspunkt war aber vor allem der Informationsstand der Polizei. Thomas Gissing, Präventionsbeauftragter der Weyher Polizei und Maike Wetjen vom Jugendverkehrsclub Weyhe luden zum Test mit sogenannten "Rauschbrillen" ein.Die "Twillight Vision Brille", die "Low-Level" Brille und die normale "Rauschbrille" simulierten den Zustand der Beeinträchtigung durch Alkohol von einer bis zu 1,5 Promille. Ausgestattet mit diesen Brillen - und somit "unter Alkoholeinfluss" - konnten die Besucher sowohl einen Parcours mit einer Art Kettcar durchfahren als auch zu Fuß versuchen auf einem Strich zu gehen. "Ich war selber überrascht über die Auswirkungen. Ich habe selbst mit der leichtesten Brille alles doppelt gesehen", sagte Maike Wetjen. Dieses Projekt richte sich ihrer Meinung nach hauptsächlich an Führerscheinanwärter und Fahranfänger. Den Neulingen im Straßenverkehr sollen somit anschaulich die Gefahren vor Augen geführt werden. "Wir zeigen hier ein paar Stop- und Faust- sowie Blocktechniken, die vor allem zur Selbstverteidigung dienen", erklärte Dennis Albrecht, Karatetrainer beim FTSV "Jahn" Brinkum. Zugleich machte die sportliche Abteilung ein wenig Werbung in eigener Sache und erläuterte die verschiedenen Offerten im Verein, die von einer Kinder- und Jugendgruppe bis hin zu dem Angebot "Karate ab 35 Jahre" reichen.Alles war somit für diesen ersten Verkehrssicherheitstag in Brinkum perfekt organisiert - nur eines fehlte offensichtlich: die Besucher. "Es sind zwar immer ein paar Leute hier, aber so etwas muss sich erst herumsprechen und der Sonnabend ist immer ein schwieriger Tag für derartige Aktionen", musste auch Albert Ernst einsehen. Aber er war für diesen ersten Versuch gleichwohl recht zufrieden und blickt daher optimistisch in die Zukunft: "Wir machen das auch im nächsten Jahr wieder so - vielleicht mit noch mehr Vereinen." Schließlich hatte er bereits in diesem Jahr die Feuerwehr mit eingeplant, diese musste aber leider kurzfristig aufgrund eines Wettkampes absagen.

Paradies für die Fans der Klassiker
Viel Chrom und Weißwandreifen beim Oldtimer-Festival


Regiaonel Rundschau Stuhr vom 21. Mai 2007
Von Friedrich Caron-Bleiker

STUHR-BRINKUM. Die Corvette-Flotte machte den Anfang. Als die neun amerikanischen Straßenkreuzer gestern Mittag um viertel vor eins aus der Bassumer Straße auf den Brinkumer Schützenplatz abbogen, ging ein Raunen durch die Menge, die auf die Flotte der Oldtimer gewartet hatte. An die 200 Teilnehmer waren es am Ende, die mit dem Konvoi den Sammelplatz an der Schützenhalle erreichten.Einer von ihnen war Jürgen Frank. Um seinen feuerwehrroten Skoda Felicia bildeten sich schnell Trauben von neugierigen Betrachtern. Alles Fachleute. "Guck mal die Wasserpumpe", sagt einer vor der offenen Motorhaube, "die gingen früher ständig kaputt." "Ja, ich weiß noch, wenn du in der Stadt im Stau standest, ging gleich die Temperatur hoch", meinte ein anderer.Der Motor der Felicia sieht aus wie blitzeblank gewienert. Da könnte man auf dem Kühler das Frühstück ablegen, kein Dreck, kein Ölfleck, nichts - gerade so, als wäre der Motor eben erst eingebaut worden. "Was ist das für einer, ein Zweitakter?" will jemand wissen. "Nein", antwortet Frank, "die Tschechen haben keine Zweitakter gebaut". Sein Skoda wurde 1960 in Mlada Boleslav produziert. Dem Wagen sieht man an, dass er von seinem Besitzer mit Hingabe gepflegt wird. "Den hab ich in der Wendezeit geschenkt bekommen. Er sollte verschrottet werden."Damals lebte Jürgen Frank noch in der Niederlausitz, in Senftenberg. Heute ist der Kfz-Schlosser im kleinen Örtchen Heide im Landkreis Oldenburg ansässig. Stolz präsentiert er die technischen Daten seines Prachtstücks: 1200 ccm. Etwa 50 PS, "er kommt noch auf gut 130 km/h." Ledersitze, cremefarben, eigentlich unbezahlbar, "aber da hat mir ein Schulfreund geholfen." Verchromte Heckflossen, Weißwandreifen. "Die Federung sehr straff, ich will nicht sagen, hart."An den Zylinderköpfen hat Jürgen Frank herumbasteln müssen, damit der Motor auch bleifreien Sprit schluckt. "7,5 bis 8 Liter", wie der Besitzer versichert.Ist die chromblitzende 47 Jahre alte Limousine sein Auto für den täglichen Gebrauch? "Nein", sagt Jürgen Frank und lacht, "das hier hat mit einem normalen Auto nichts zu tun." Der Skoda ist das Stück für die besonderen Gelegenheiten, sonst ist Frank mit einem Rover 75 unterwegs.Ein paar Meter entfernt lockt ein Produkt aus dem Hause Volkswagen, ausgestattet mit den höchsten Weihen: Einer Identitätsurkunde der Stiftung AutoMuseum Volkswagen. Und ringsum erstreckt sich das Paradies für jene, die in die Klassiker vernarrt sind. Ein Trabi mit Hänger, darauf ein altes Motorrad der Marke MZ, schwarze Mercedes-Limousinen wie man sie nur noch aus dem Kino kennt, amerikanische Ford-Modelle - und die kleinen der Branche, zum Beispiel ein Lloyd Alexander TS. "So einen hatte ich auch mal", so sich ein Besucher.

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Hier gibt es den Artikel aus der Kreiszeitung Stuhr als pdf-Datei.

Artikel der Kreiszeitung -stuhr vom 21. Mai 2007